Familienverband Hundhausen

Familientreffen 2017 in Windeck an der Sieg

 

Unsere Vorsitzende Anneliese Siems begrüßte am 07.April um 18Uhr im Hotel Bergischer Hof in Windeck-Schladern die Mitglieder und Freunde des Familienverbandes. Anschließend wurden Neuigkeiten ausgetauscht und über die weitere Entwicklung im Familienverband diskutiert.

Am Samstag begann um 10Uhr die Hauptversammlung:

Der Vorstand wurde entlastet und mit viel Lob für seine bisherige Arbeit bedacht.

Anneliese Siems (1.Vorsitzende), Paul Helmut Hundhausen (Kassierer) und Erhard Hundhausen (Schriftführer) traten aus persönliche Gründen nicht mehr zur Wiederwahl an.

In den neuen Vorstand wurden gewählt:

1.Vorsitzender: Dr. Alexander Iwantschef

Stellvertrende 1.Vorsitzende: Ulrike Warminski

Kassierer: Frank Reinhard Bartsch

Schriftführer: Henner Hundhausen

Für die Familienforschung (Stammbaum) ist weiterhin Werner Hundhausen  und für die Webseite Rudi Hundhausen zuständig.

 

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Hauptversammlung begaben wir uns wieder einmal zu dem von Emil Hundhausen gegründeten Heimatmuseum Alt-Windeck, das wir zuletzt vor 8 Jahren besucht hatten.

 

 

 

Inzwischen hat es sich zu einem "Museumsdorf" entwickelt. Anneliese Siems hatte für uns eine Führung angemeldet. Andreas Lutz vom Förderverein des Museums erklärte uns sachkundig und mit Begeisterung die Sammlung und die einzelnen Häuser des Dorfes. Dazu gehören eine Schmiede und ein altes Bauernhaus, dessen Dach mit Dachziegeln und sogenannten "Strohpuppen" gedeckt war. So war das Dach von außen dicht, aber der Rauch aus der Feuerstelle konnte dagegen nach außen durch die "Strohpuppen" entweichen. Das Haus hatte nämlich keinen gemauerten Kamin. Mit unter dem gleichen Dach lebte damals auch das Federvieh.

Von der alten Feuerstelle kommen zwei deutsche Redewendungen, und zwar "einen Zahn zulegen" und "ins Fettnäpfchen treten". Die eisernen Kochtöpfe hingen früher an gezähnten Haken, an denen man sie höher oder näher ans Feuer hängen konnte. Legte man einen Zahn zu, dann kam die Suppe schneller zum Kochen.

Außerdem wurden im Rauchfang die Würste geräuchert. Das herabtropfende Fett war wertvoll und wurde aufgefangen, in sogenannten "Fettnäpfchen".

Ebenfalls im Museumsdorf neu aufgebaut ist eine alte Göpelmühle, bei der weder Wind noch Wasser, sondern Ochs oder Esel das Mühlwerk drehten. Die eichernen Zähne des großen Zahnrades waren verfault gewesen und hatten alle neu angefertigt werden müssen. Wie Andreas Lutz erzählte, werden für die Instandhaltung und den weiteren Ausbau des Museumsdorfes jährlich etwa 50000,-€ benötigt, was zum Teil aus dem Erbe von Emil Hundhausen und seiner Frau Gertrud bestritten wird, das das Ehepaar dem Museum hinterlassen hat.

Im obersten Stock des Museums ist die Zahntechnikerwerkstatt des Windecker Heimatforschers aufgebaut. Sein Meisterbrief ist ausgestellt und sein Praxisschild als Dentist für "alle Kassen".

Im Erdgeschoss befindet sich ein echter "Tante-Emma-Laden" mit den damals bekannten Verkaufsschlagern Persil, Ata, Imi oder Hustelinchen. Viele Dinge wie Erbsen und Linsen oder Haferflocken bekam der Kaufmann noch in Säcken geliefert. Diese Waren wurden abgewogen und und dann in Papiertüten gefüllt.

Besonders erheiternd, da den meisten noch in lebhafter Erinnerung, war die Sammlung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus der Zeit des Wirtschaftswunders, also den 50er Jahren. Nierentische und Tütenlampen, Staubsauger auf Kufen und eine frühe Einbauküche sind zu sehen. Uns wurde bewusst, wie sich der Geschmack dauernd ändert. Damals hielt man diese Dinge für schick und modern, heute finden wir sie verstaubt und kitschig.

Das Museumsdorf wirkt sehr echt mit dem kleinen Bach, der hindurchfließt und den Enten darin sowie einem prächtigen Pfau, der sich auf der Holzbrücke breitmachte. Es gibt einen Küchengarten mit vielen Kräuter. Merkwürdig dass Vergissmeinicht hier unter dem Pseudonym "Gedenkemein" auftaucht.

Das traditionelle Familienphoto konnte in diesem Jahr wieder unter der im Jahre 2000 von unserem Verband gestifteten Hundhausen-Eiche (die gut wächst und gedeiht) aufgenommen werden.

 

 

 

 

Zum Kaffeetrinken fuhren wir nach Dattenfeld, der Heimat des "Siegtaler Domes", und besuchten dazu das "Blumen-Cafe". Es ist gleichzeitig Cafe und Blumengeschäft. Tische und Stühle sind alle unterschiedlich, und manche könnten auch im Heimatmuseum stehen. Die verschiedenen Kuchen und Torten ließen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und wurden fleißig bestellt.

Abends versammelten sich die Mitglieder des Hundhausen-Familienverbandes im Saal des Bergischen Hofes. Werner Hundhausen, der auch forschendes Mitglied im "Niedersächsischen Landesverein für Familienkunde" ist, stellte die Hundhausen-Ahnentafel vor und erklärte uns an verschiedenen Beispielen, wie man sie benutzt. So wurde z.B. der frühere Erzbischof von Seattle in Amerika, Raymond Hunthausen in der Ahnentafel lokalisiert.

Paul Helmut Hundhausen zeigte uns dann, wie er für jedes seiner Enkelkinder ein dickes Buch über die Vorfahren geschrieben hat und sich dabei auch in die Geschichte der Ahnen der Schwiegerkinder vertieft hat.

Wilhelm und Adele Geilhausen stellten die Ergebnisse ihrer Forschungen vor und präsentierten die sehr gelungene Übertragung der Rosbacher Kirchenbücher, der die Leuscheider Kirchenbücher folgen sollen, wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Wir sind sehr gespannt darauf.

Zur abschließenden Bewertung des Hundhausen-Wochenendes kann man nur sagen, das Wetter war schön, der Familienverband läuft weiter, was will man mehr!

 

Alexander Iwantscheff

 

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